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Ein Satz der den Stein ins Rollen brachte ...

„Papa, ich möchte das auch so wie Alex, Emma und Katharina das haben!“

Artikel vom 13. Mai 2026

Vor genau einem Jahr fiel ein Satz, der vieles verändern sollte. 

„Papa, ich möchte das auch so wie Alex, Emma und Katharina das haben!“ 

Charlotte konnte damals nicht ahnen, was sie mit diesen Worten ins Rollen bringen würde. Sie spielte zu dieser Zeit noch bei unseren Freunden vom SV Blau-Weiß Neuhof und sah Woche für Woche, wie viel Zeit, Leidenschaft, Spaß – aber auch Verantwortung – ihr damaliger Trainer Alex gemeinsam mit seinen Töchtern auf dem Fußballplatz erlebte. Katharina als Co-Trainerin der C- und D-Juniorinnen, Emma als Mitspielerin. Fußball als gemeinsame Zeit, als Abenteuer, als Familie. 

Kristin war bei diesem Gespräch natürlich dabei – und wusste vermutlich sofort, dass diese „fixe Idee“ keine fixe Idee bleiben würde. 

Was folgte, waren lange Abende am Rechner, unzählige Recherchen, Gespräche, Gedankenspiele und schließlich dieses eine entscheidende Telefonat mit Berthold am 13.05.2025 – genau heute vor einem Jahr. 

Aus der ursprünglichen Idee, einfach regelmäßig einen Platz zu mieten, damit ein paar Mädchen gemeinsam Fußball spielen können, entwickelte sich schnell mehr. Viel mehr. Plötzlich stand die Idee im Raum, irgendwann vielleicht sogar eine eigene Juniorinnen-Mannschaft für die DJK Blau-Weiß Hildesheim aufzubauen. 

Mit Dominik – damals noch Trainer bei der SG Frankenfeld – war schon im Vorhinein schnell ein Gleichgesinnter gefunden. Einer, der sich sofort von dieser Idee begeistern ließ und alle weiteren Schritte gemeinsam mit mir ging. Seine Töchter und eine weitere Freundin wurden ebenfalls Teil dieser entstehenden Mannschaft. Und plötzlich war aus einer Idee ein echtes Projekt geworden. 

365 Tage später ist vieles anders. 

Aus nicht einmal einer Handvoll Mädchen ist eine richtige Mannschaft geworden. Eine Mannschaft, die in diesem ersten Jahr viele Niederlagen erleben musste – manche davon schmerzhaft. Aber auch eine Mannschaft, die niemals aufgegeben hat. Die immer wieder aufgestanden ist. Die gelernt hat, weiterzumachen. 

Natürlich gab es auch Siege und Unentschieden. Besonders die Hallensaison im Winter hat uns viele schöne Momente beschert. Medaillen und Pokale vom 1. bis zum 4. Platz schmücken inzwischen unsere Vitrine. Aber all das ist am Ende nicht das Wichtigste. 

Wichtig sind die gemeinsame Zeit, der Spaß, die Entwicklung – und auch die Herausforderungen, die uns Woche für Woche begleiten. Als Trainer, Betreuer und Eltern. Vor allem aber als Mannschaft. 

Denn bei aller Taktik, bei jeder Aufstellung und bei jedem Training dürfen wir eines nie vergessen: Unsere Mädchen tragen weit mehr mit sich herum als nur Fußballschuhe und Schienbeinschoner. 

Auch sie kämpfen jeden Tag mit ihren eigenen Herausforderungen. Leistungsdruck in der Schule. Streit mit Freunden. Stress zuhause. Veränderungen des eigenen Körpers. Zweifel an sich selbst und an der eigenen Leistung. Dinge, die manchmal durch den Fußball für kurze Zeit verschwinden – die einen aber manchmal auch ausbremsen oder belasten. 

Und dann ist es eben plötzlich gar nicht mehr wichtig, ob ein Zweikampf gewonnen wurde oder ob der Ball im Netz landet. 

Wir sind in diesem einen Jahr schon unglaublich weit gekommen – und trotzdem erst ganz am Anfang. 

Wir haben eine großartige Gemeinschaft aufgebaut. Engagierte Eltern. Einen wahnsinnig tollen Kader mit fantastischen Mädchen. Im Sommer kommen weitere wertvolle Spielerinnen dazu. Wir werden künftig mit zwei Teams an den Start gehen. Und auch abseits des Fußballplatzes warten schon die nächsten gemeinsamen Aktionen und Abenteuer. 

Deshalb bleibt am Ende vor allem eines zu sagen: 
 

DANKE, ... 

... Dominik, dass wir diesen Weg gemeinsam gehen ...

... Charlotte, für deinen Mut, diese Worte damals auszusprechen ...

... Kristin, dass du in jeder Situation erst mit dem Kopf schüttelst – und dann doch wieder alles möglich machst ...

... Geraldine und alle Menschen bei der DJK, die diesen Weg mitgehen und uns unterstützen ...

... Danke Alex, Katharina und Emma, dass ihr uns gezeigt habt, wie man Fußball als Vater mit seinen Töchtern leben kann ...

Und vor allem: Danke an jede einzelne Spielerin!

Für euren Einsatz. Für euren Mut. Für euren Teamgeist. Training für Training. Spiel für Spiel. Woche für Woche.  

Ihr seid der Grund, warum wir das hier machen.